Materialsammlung zum Wort Hipster

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Auf dieser Seite werden Materialien gesammelt und das festgehalten, was bei der Erstellung des Wörterbuchartikels zum Wort Hipster wichtig war / ist.
Die bearbeiteten Wörter dienen nur als Beispiel, ihr könnt hier viel mehr sammeln. Die Materialsammlung dient auch als Nachweis für nicht ausgefüllte bzw. weggelassene Angaben.


Beobachtungen:

Belegsammlung:

[1] Denn alle wollen Künstler sein. Alle wollen cool sein – so cool wie du, Hipster.So lehnst du plötzlich nicht mehr alleine und schweigsam an den Wänden der Clubs. Viele haben sich unterdessen zu dir gesellt und versuchen deinem Bei-spiel zu folgen. Um dich herum wimmelt es nur so von modernen James Deans mit Hornbrille, Avantgarde-Schnäuzchen, Röhrenhosen und Lederschuhen. Auch sie fotografieren und stellen die gelungenen und bewusst misslungenen Bilder auf Facebook, wie du. (A11/DEZ.03137 St. Galler Tagblatt, 07.12.2011, S. 16; Ode an den Hipster)

„Hipster greifen einen Stil auf, der ursprünglich von wirklichen Subkulturen kommt“, erklärt Greif. Viele ihrer Erkennungsmerkmale hätten einen ernsten Hin-tergrund. Heute gehe es oft aber nur noch um die Optik. Ein Beispiel dafür ist Greif zufolge der derzeit angesagte Vollbart. Jemand, der sich Barthaar stehen-lasse, breche nicht unbedingt mit der Gesellschaft, sondern wolle sich mittler-weile vielleicht nur seinen Nachbarn anpassen. Auf der Webseite „Look at this fucking hipster“ werden satirische Fotos und Videos von Menschen mit bärtigem Gesicht und Hornbrille hochgeladen. Eines der Bilder zeigt zwei Männer mit Waldschrat-Bartwuchs und teilweise nackten Füßen. Statt im Wald sind sie al-lerdings in einem Café zu finden – natürlich mit weißem Laptop auf dem Tisch. Mittlerweile gibt es die Sammlung auch als Buch. Mit der Häme gegen Hipster lässt sich also Geld verdienen. (M12/MAI.01327 Mannheimer Morgen, 05.05.2012, S. 2; Fallen für Hipster – in den USA bereits Realität)

[1] Röhrenjeans, Parker undHornbrille machen Hipster aus (BRZ12/FEB.09889 Braunschweiger Zeitung, 18.02.2012; Röhrenjeans, Parker undHornbrille machen Hipster aus)


[2] Jazz hatte als Musik der Hipster ein Ablaufdatum, vielleicht gilt das ja auch für Rock- und Popmusik? (FLT08/MAI.00209 Falter, 21.05.2008, S. 68; "Ich bin lieber exzentrisch")


[1]Oberbegriff Style: Wer Brot nicht liebt, ist Aussenseiter, weil es kommt in Scheiben. Mit Karotten drin. Halleluja. Auch in Berlin haben Künstler wenig Geld. Und weil die Stadt so angesagt ist, ist secondhand nicht secondhand sondern vintage und deswegen teuer. Alter Pulli von Oma? Vintage. 20 Euro auf'm Flohmarkt. Danke nein, ich wühl in der 1-Euro-Kiste und nehme heim, was zu abscheulich ist, dass auch ein Hipster nicht cool genug ist, es als Style zu verkaufen. Also trag ich das eklige 80er-Grün, aber niemand sagt: «Super, bestimmt vintage, woher?» (A12/DEZ.05270 St. Galler Tagblatt, 13.12.2012, S. 40; MAIL AUS BERLIN)

[1]Oberbegriff Bart: Der Hipster trägt Rauschebart, Schnurrbart oder Vollbart — ganz egal welchen, Hauptsache Bart. Frau indes braucht mindestens ein Moustache-Accessoire. Als Fortbewegungsmittel hat der Hipster das Fahrrad auserkoren — gerne auch ein Bonanza-Radl — deswegen hat er den Jutebeutel auch durch einen praktischen Turnbeutel ersetzt, der ist einfach Fahrrad-kompatibler. (NUN15/JUN.03052 Nürnberger Nachrichten, 27.06.2015, S. 8; Wer ist der hipste Hipster im Land? // So erkennst du ihn - Olympiade in Berlin: Jute-beutel-Sackhüpfen, iPhone-Weitwurf und Röhrenjeans-Tauziehen)


[2]Oberbegriff Person: „Der Hipster ist eine Person, die Konsumentenentscheidungen – das richtige T-Shirt, die richtige Jeans, das richtige Essen – als eine Kunstform bezeichnet“, schreibt Mark Greif. Der promovierte Amerikanist lehrt an der New School Uni-versity in New York. Hipster seien Poser, Kunstliebhaber und Trittbrettfahrer, aber mit Sicherheit keine Künstler. „Der Hipster selbst“, schaffe keine echte Kunst. „Würde er (oder sie) es tun, wäre er (oder sie) ab diesem Moment kein Hipster mehr.“ Per Definition ist der Sieg bei den Hipster-Spielen also schon mal kein Kunststück. Die Gewinner vom Radiosender nennen sich nach dem Wett-bewerb auf ihrer Website dennoch die „coolsten Szenegänger“ der Hauptstadt. (U12/JUL.03338 Süddeutsche Zeitung, 23.07.2012, S. 10; Alles Jute)

Charakteristische Wortkombinationen: trendige Hipsterbärte, ein gepflegter Hipsterbart, (sich) seinen Hipsterbart kraulen (https://www.owid.de/artikel/407316)


Ausführlich dazu:

Kookkurrenzanalyse zu "Hipster"